Mitte des 19. Jahrhunderts ist es dann offiziell: Britisch Honduras wird erst zur Kolonie, und kurze Zeit später zur Kronkolonie des Britischen Königreichs erklärt. Unter der Herrschaft der britischen Krone erblüht mit der Zeit eine multikulturelle Gesellschaft in Britisch Honduras. In den 1930er Jahren allerdings werden die ersten Rufe nach Unabhängigkeit in der Bevölkerung laut. Die Große Depression geht nicht spurlos an Belize vorbei. Und nach dem Zweiten Weltkrieg sieht die wirtschaftliche Situation in Belize nicht gerade rosig aus.
In den 1950er und 1960er Jahren beginnt allmählich der Abnabelungsprozess vom königlichen Mutterland. Britisch Honduras geht die ersten Schritte in Richtung Unabhängigkeit: das allgemeine Wahlrecht wird eingeführt, eine eigenständige Regierung trifft von nun an wichtige Entscheidungen. Fast zwanzig Jahre lang verwaltet sich das Land selbst. Die Briten mischen nur noch in wenigen politischen Bereichen mit, zum Beispiel in der Verteidigungspolitik. Anno 1973 ändert man den Landesnamen von Britisch Honduras in Belize. Es soll noch ein weiteres Jahrzehnt dauern, bis Belizes Unabhängigkeit in vollem Umfang anerkannt wird. Am 21. September 1981 ist es dann endlich soweit!
Zwischendurch haben sowohl Guatemala als auch Mexiko immer wieder Besitzansprüche auf Belize angemeldet. Vor allem nachdem sie selbst von Spanien unabhängig werden. Einmal droht Guatemala sogar mit Militäraktionen. Denn die Regierung ist überzeugt, dass Belize rechtmäßig zu guatemaltekischem Staatsgebiet zählen muss. Erst 1992 willigt Guatemala ein, Belize als unabhängiges Land zu akzeptieren und gibt seine territorialen Bestrebungen auf. Das alles wird in einer Verzichtserklärung festgeschrieben.
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